Gemeinsam für die Energiezukunft der Region
Nach rund einem Jahr intensiver Zusammenarbeit wurden vor Kurzem die Ergebnisse der Energiestudie Außerfern präsentiert. Gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk Schattwald, der Regionalentwicklung Außerfern (REA), den Planungsverbänden sowie allen 37 Gemeinden des Bezirks haben die EWR untersucht, wie die Energieversorgung der Region bis 2050 nachhaltig und zukunftssicher gestaltet werden kann.
Energieversorgung im Wandel
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, wie stark sich das Energiesystem im Außerfern in den kommenden Jahren verändern wird. Der heutige Energieverbrauch liegt bei rund 1.200 Gigawattstunden pro Jahr, rund 70 Prozent davon stammen derzeit noch aus fossilen Energieträgern – insbesondere durch Heizen und Mobilität.
Bis 2050 soll der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Gleichzeitig steigt durch die zunehmende Elektrifizierung der Strombedarf massiv an. Strom wird künftig eine zentrale Rolle für Mobilität, Wärmeversorgung und Infrastruktur spielen.
Die Studie macht außerdem das große Potenzial regionaler erneuerbarer Energien sichtbar. Besonders Wasserkraft und Photovoltaik bieten Chancen für die regionale Energieversorgung. Gleichzeitig zeigt die Analyse aber auch, dass saisonale Schwankungen, begrenzte Flächenverfügbarkeit und gesetzliche Rahmenbedingungen die Nutzung dieser Potenziale einschränken.
Eine zentrale Erkenntnis der Studie: Trotz der vorhandenen Potenziale wird das Außerfern seinen Energiebedarf auch künftig nicht zu jedem Zeitpunkt vollständig aus regionalen Quellen decken können. Besonders in den Wintermonaten bleibt eine Abhängigkeit von Energieimporten bestehen. Ergänzend sieht die Studie Wasserstoff als wichtige Zukunftstechnologie – langfristig vor allem über Importlösungen.
Digitaler Zwilling für Gemeinden
Ein zentrales Ergebnis der Energiestudie ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings für das Außerfern. Das datenbasierte Planungsinstrument bildet Energieflüsse, Infrastruktur und Potenziale der Region realitätsnah ab und ermöglicht es, zukünftige Entwicklungen und Maßnahmen zu simulieren. Damit sollen Gemeinden und Entscheidungsträger künftig bei strategischen Investitionen und der koordinierten Umsetzung der Energiewende unterstützt werden.
Im Rahmen einer Ergebnispräsentation in Forchach wurden die digitalen Zwillinge symbolisch an die Planungsverbände übergeben und damit ein gemeinsames Signal für die nächsten Schritte der Energiezukunft im Außerfern gesetzt.
Hier findest du die Ergebnisse der Energiestudie im Detail:
