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E-Werke Reutte steigen bei Biomasse ein

Grän, Tannheim – Das Rohstoff-Portfolio der Energiemacher bei den Reuttener E-Werken hat sich gerade von Wasser und Gas auf Holz erweitert. Der Außerferner (und Allgäuer) Energielieferant hat die Ortswärmen Tannheim und Grän samt Heizkraftwerken erworben.

Die Firma Energiecomfort, eine 100-Prozent-Tochter der Wien Energie, hatte sich vor knapp einem Jahr entschlossen, ihr gesamtes Engagement in Tirol einzustellen und sich nur noch auf den Großraum Wien zu konzentrieren. Im Oktober 2014 wurden deshalb alle in ihrem Besitz befindlichen Tiroler Bioheizwerke und Heizkessel ausgeschrieben. EWR-Vorstand Michael Hold: „Die Idee des Erwerbs der beiden Fernwärmeheizkraftwerke hat uns angesprochen.“ Im Tannheimer Tal, wo es einen eigenen Stromversorger gibt, wurde abgeklärt, ob das „Eindringen“ der Reuttener in die Talhoheit ein Problem darstelle. Das EW Schattwald war nicht interessiert und die Gemeinden Tannheim und Grän zeigten sich im Gegenteil erfreut, dass ein kompetenter Energiedienstleister die Weiterführung der Fernwärme mit dem Kauf sicherstellt. Das Risiko für die Gemeinden als Betreiber sei zu groß, auch kommunale Kernaufgaben damit weit überschritten, ließen die Bürgermeister Markus Eberle und Martin Schädle wissen. Tannheim zog sich gerne als Mitbieter zurück. Vor Kurzem wurde nun der Kaufvertrag unterfertigt.

Die Bioenergie Tirol, die sieben Heizwerke – unter anderem Lermoos – betreibt, konnte als operativer Partner gefunden werden. Auch Investitionen stehen bevor: Um besser auf die touristischen Tagesspitzen reagieren zu können, werden große Pufferspeicher angeschafft. Reutte-Holding-CEO Klaus Schmitzer: „Aber für die Heizkraftwerke gilt, was für alle unsere Bereiche im Unternehmen gilt – wachsen ja, aber profitabel.“

Der Bioenergie Tirol wird ebenso eine Beteiligung angeboten wie den Gemeinden Tannheim und Grän. Vor Ort werden die Heizkraftwerke von Andreas Preindl und Andreas Reinstadler geführt.

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