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AKTUELLE LAGE GASVERSORGUNG

Angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine stellt sich vermehrt die Frage nach der Versorgung mit Gas für österreichische Kundinnen und Kunden, insbesondere für Haushalte, aber auch für Gewerbe und für die Stromversorgung. Nachfolgend findest du Antworten auf aktuell häufige Fragen. Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert, sollte sich an der Situation etwas ändern.

Der Blick in die Gasspeicher und auf die Verbräuche der letzten Jahre sagt uns: Nein, diesen Winter bekommen die Haushalte kein Problem mehr. Selbst wenn alle Lieferungen aus Russland gestoppt würden, reichen die Vorräte in den Gasspeichern und die übrigen Gaslieferungen aus. In Österreichs Gasspeichern lagern derzeit rund 16,8 TWh (Gasspeicherstand gesamt knapp 18%). Österreichs Haushalte verbrauchen im März durchschnittlich 2 – 3 TWh. Der gesamte Gasverbrauch betrug im März 2020 19 TWh. Derzeit wird aus den Gasspeichern so gut wie kein Gas entnommen, in den vergangenen Tagen wurde sogar etwas eingespeichert. (1. März 2022)

Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die politische Situation im Sommer grundlegend entspannt. Auch wenn die Versorgungssituation diesen Winter nicht gefährdet ist, müssen nationale und europäische Maßnahmen gesetzt werden, um die Speicherbefüllung im kommenden Sommer zu unterstützen. (24. Februar 2022)

Österreich kann über andere Transportwege Flüssiggas (liquefied natural gas, LNG) oder verstärkt Mengen an anderen Großhandelsmärkten einkaufen. LNG wird z.B. in Schiffterminals in Italien angelandet und kann dann über Pipelines von dort nach Österreich gelangen. Auch kann noch auf andere Produzenten von Erdgas ausgewichen werden, wie beispielsweise Norwegen. (24. Februar 2022)

Auf diesem Weg gelangen rund 50%-60% der russischen Gaslieferungen nach Österreich. Der Anteil an russischem Gas, der über die Ukraine in die EU kommt, liegt bei ca. 10%. (24. Februar 2022)

In diesem Fall träte die sogenannte „Energielenkung“ auf Basis des Energielenkungsgesetzes 2012 in Kraft. Es würden dann, beginnend mit großen Verbrauchern wie z.B. Industriebetrieben, für bestimmte Verbrauchergruppen Einschränkungen für den Gasverbrauch durchgesetzt werden. Hierbei gibt es vorbereitete Abstufungen. Haushaltskunden sind dabei sogenannten „geschützte Verbraucher“ die damit als allerletzte von Verbrauchseinschränkungen betroffen wären. (24. Februar 2022)

Genau lässt sich das derzeit noch nicht voraussagen, da es, neben der politischen Situation, auch von der Nachfrage und damit u.a. auch vom Wetter und dem Verlauf des übrigen Winters abhängt. Sicher ist, dass die Gaspreise auf absehbare Zeit hoch bleiben werden. (24. Februar 2022)

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