Meßstellenbetrieb

Information über die zukünftige Ausstattung von Meßstellen mit intelligenten Meßsystemen (iMSys) und modernen Meßeinrichtungen (mME) gemäß § 37 Abs. 1 Meßstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG bereitet sich aktuell auf einen Rollout intelligenter Meßsysteme und moderner Meßeinrichtungen in ihrem Netzgebiet nach Maßgabe des Meßstellenbetriebsgesetzes vor. Vorbehaltlich der bis zum 30.06.2017 gegenüber der Bundesnetzagentur zu tätigenden Anzeige über die Wahrnehmung der Aufgabe als grundzuständiger Meßstellenbetreiber für intelligente Meßsysteme und moderne Meßeinrichtungen, übernimmt die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG den Meßstellenbetrieb als grundzuständiger Meßstellenbetreiber zu den folgenden Konditionen, soweit nicht ein Dritter diesen nach den §§ 5 oder 6 MsbG durchführt.

Die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG wird, soweit dies nach § 30 MsbG technisch möglich und nach § 31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, Meßstellen an ortsfesten Zählpunkten wie folgt mit intelligenten Meßsystemen ausstatten:

  • bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden sowie bei solchen Verbrauchern, mit denen eine Vereinbarung nach § 14 a des Energiewirtschaftsgesetzes besteht,
  • bei Anlagenbetreibern mit einer installierten Leistung über 7 Kilowatt.

Die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG kann daneben, soweit dies nach § 30 MsbG technisch möglich und nach § 31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, Meßstellen an ortsfesten Zählpunkten wie folgt mit intelligenten Meßsystemen ausstatten:

  • bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch bis einschließlich 6.000 Kilowattstunden sowie
  • von Anlagen mit einer installierten Leistung über 1 bis einschließlich 7 Kilowatt.

Soweit nach dem Meßstellenbetriebsgesetz nicht die Ausstattung einer Meßstelle mit intelligenten Meßsystemen vorgesehen ist und soweit dies nach § 32 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, wird die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG Meßstellen an ortsfesten Zählpunkten bei Letztverbrauchern und Anlagenbetreibern mindestens mit modernen Meßeinrichtungen (mME) ausstatten. Dies erfolgt bei Neubauten und Gebäuden, die einer größeren Renovierung unterzogen werden, bis zur Fertigstellung des Gebäudes, ansonsten im Gebäudebestand sukzessive bis zum Jahr 2032.

Einbauverpflichtung

Nach aktuellem Stand sind folgende Meßstellen von einer verpflichtenden Umrüstung betroffen:

  • ca. 21.000 Meßeinrichtungen zum Umbau auf moderne Meßeinrichtungen und
  • ca.  4.000 Meßeinrichtungen zum Umbau auf intelligente Meßsysteme.

Die tatsächliche Anzahl ist abhängig von einer geänderten Zuordnung zu Verbrauchsgruppen sowie der tatsächlichen Zahl von Stillegungen, Neubauten und größeren Renovierungen. Eine Validierung auf der Grundlage des Meßstellenbetriebsgesetzes ist in Bearbeitung. Obige Angaben werden daher bei Bedarf aktualisiert.

Standardleistungen

Zur Ausstattung der Meßstellen nach den §§ 29 bis 32 MsbG gehört als Standardleistung die Durchführung des Meßstellenbetriebs im nach § 3 MsbG erforderlichen Umfang. Bei der Ausstattung von Meßstellen mit intelligenten Meßsystemen umfaßt die Standardleistung des grundzuständigen Meßstellenbetreibers insbesondere folgende Leistungen:

  • die in § 60 MsbG benannten Prozesse einschließlich der Plausibilisierung und Ersatzwertbildung im Smart-Meter-Gateway und die standardmäßig erforderliche Datenkommunikation sowie
  • bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von höchstens 10 000 Kilowattstunden, soweit es der variable Stromtarif im Sinne von § 40 Abs. 5 des Energiewirtschaftsgesetzes erfordert, maximal die tägliche Bereitstellung von Zählerstandsgängen des Vortages gegenüber dem Energielieferanten und dem Netzbetreiber sowie
  • die Übermittlung der nach § 61 MsbG erforderlichen Informationen an eine lokale Anzeigeeinheit oder über eine Anwendung in einem Online-Portal, welches einen geschützten individuellen Zugang ermöglicht sowie
  • die Bereitstellung der Informationen über das Potential intelligenter Meßsysteme im Hinblick auf die Handhabung der Ablesung und die Überwachung des Energieverbrauchs sowie eine Softwarelösung, die Anwendungsinformationen zum intelligenten Meßsystem, zu Stromsparhinweisen und –anwendungen nach dem Stand von Wissenschaft und Technik enthält, Ausstattungsmerkmale und Beispielanwendungen beschreibt und Anleitungen zur Befolgung gibt sowie
  • in den Fällen des § 31 Abs. 1 Nummer 5, Abs. 2 und 3 Satz 2 MsbG das Bereithalten einer Kommunikationslösung, mit der bis zu zweimal am Tag eine Änderung des Schaltprofils sowie einmal täglich die Übermittlung eines Netzzustandsdatums herbeigeführt werden kann,
  • in den Fällen des § 40 MsbG und unter den dort genannten Voraussetzungen die Anbindung von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und die Anbindung von Meßeinrichtungen für Gas und
  • die Erfüllung weiterer sich aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur nach den §§ 47 und 75 MsbG ergebender Pflichten, insbesondere zu Geschäftsprozessen, Datenformaten, Abrechnungsprozessen, Verträgen oder zur Bilanzierung.

Preisblatt

Die Entgelte für den Meßstellenbetrieb für intelligente Meßsysteme und moderne Meßeinrichtungen können dem nachfolgenden Preisblatt entnommen werden.

Darüber hinaus bietet die Elektrizitätswerke Reutte GmbH & Co. KG auch Zusatzleistungen nach § 35 Abs. 2 MsbG an. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte ist ebenfalls auf dem o. g. Preisblatt veröffentlicht. Dieses wird regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht.

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