10 Energiespartipps

Hier finden Sie zehn Tipps, wie Sie in Ihrem Eigenheim Energie effizient nutzen können und somit die Umwelt und Ihren Geldbeutel entlasten.

1. Energielabel / Energieeffizienzklasse

Informieren Sie sich vor dem Kauf elektrischer Haushaltsgeräte über energie- und umweltrelevante gerätespezifische Daten. Das Energielabel ist hierbei eine gesetzlich vorgeschriebene Verbraucherinformation bei Elektro-Haushalt-Großgeräten und bei bestimmten Haushaltslampen. Hintergrund dieses Labels sind EU-Richtlinien, die die Entwicklung und den Verkauf von energiesparenden Haushaltsgeräten fördern sollen.

Der Verbraucher erhält umweltrelevante Informationen: zum Beispiel Wasser- und Stromverbrauch und auch Angaben zu den Gebrauchseigenschaften wie Nutzinhalt, Fassungsvermögen, Wasch- und Schleuderwirkung.

Die Einteilung erfolgt in Energieeffizienzklassen von A bis G, wobei A die beste, also die energiesparendste und G die schlechteste Klasse darstellt. Berücksichtigt man die langjährige Nutzungsdauer der Geräte, bedeutet ein erhöhter Energieverbrauch auch höhere Unterhaltskosten (Strom und Wasser), die sich im Laufe der Jahre zu einer beachtlichen Summe ansammeln können. Das bedeutet: Kauft man ein Gerät mit der Effizienzklasse A, entscheidet man sich für ein Produkt mit niedrigeren laufenden Kosten.

2. Beleuchtung

Licht ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, doch auch hier kann man sparen, ohne sich einzuschränken. Überall dort, wo eine Lichtquelle täglich im Dauerbetrieb läuft, sollte man die herkömmliche Glühlampe gegen eine Energiesparlampe austauschen.

Diese kommt bei gleicher Lichtleistung mit 80% weniger Energie aus und hält achtmal länger. Somit rentiert sich der höhere Anschaffungspreis. Beim Kauf ist zu beachten, dass nicht jede Lampe in die vorhandene Leuchte passt, es variieren Form, Sockel, Gewicht und Abmessungen.

3. Elektroherd

Wer beim Kochen und Backen einige Tipps befolgt, kann bis zu 40% Energie sparen.

Kochstellen:

  • Wählen Sie einen Topf in derselben Größe wie die Herdplatte aus.
  • Verwenden Sie nur soviel Wasser zum Ankochen wie unbedingt notwendig, das verringert die Kochdauer.
  • Kochen Sie immer im geschlossenen Topf, so kann die Energie nicht nach außen entweichen.
  • Schalten Sie Herdplatten schon kurz vor Ende der Kochzeit ab und nutzen Sie deren Restwärme.

Backofen:

  • Heizen Sie den Backofen nicht vor, die Garzeit verlängert sich etwas, aber dennoch wird Energie gespart.
  • Bei Umluftgeräten können Sie verschiedene Gerichte auf mehreren Ebenen gleichzeitig garen.
  • Schalten Sie bei langer Gardauer den Backofen 5 – 10 Minuten vor Ende aus und nutzen Sie die Nachwärme.
  • Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als unbedingt notwendig.

4. Kühl- und Gefriergerät

  • Achten Sie beim Gerätekauf auf die richtige Größe. Ungenutzter Gefrierraum kostet Geld, sowohl bei der Anschaffung als auch im beim Betrieb.
  • Im Kühlschrank reicht eine Temperatur von 7°C zum Frischhalten von Lebensmitteln aus, im Gefriergerät sind -18°C optimal.
  • Nur abgekühlte Speisen in den Kühlschrank stellen. Das vermeidet Reifbildung.
  • Schaffen Sie eine gute Übersicht im Kühl-/Gefriergerät: Langes Suchen bei geöffneter Tür kostet unnötig Strom.
  • Beschädigte Türdichtungen sofort auswechseln.
  • Schalten Sie den Kühlschrank möglichst aus, wenn Sie in den Urlaub fahren. Die Tür muss dann jedoch offen bleiben, sonst droht Schimmelbildung.
  • Gefriergeräte sollten in unbeheizten Räumen z. B. im Keller stehen; auch Kühlschränke sollten nicht direkt neben der Heizung aufgestellt werden.
  • Vergleichen Sie auch beim Kauf von Kühl- und Gefriergeräten die Verbrauchswerte (Energieeffizienz-Kennzeichnung).

5. Geschirrspüler

Die Geschirrspülmaschine ist richtig angewandt eine sinnvolle und wassersparende Alternative zum Handspülen.

  • Achten Sie beim Kauf auf Verbrauchswerte achten. Ein sparsames Gerät kommt mit sehr geringem Wasser- und Energieeinsatz aus.
  • Erst einschalten, wenn der Geschirrspüler voll ist.
  • Geschirr nicht vorspülen (nur grobe Speisereste entfernen).
  • Je nach Verschmutzungs- und Antrocknungsgrad das sparsamste Programm wählen.
  • Stark verschmutzte und große Geschirrteile gehören in den Unterkorb, weil dort ein stärkerer Sprühdruck herrscht.

6. Waschmaschine

  • Achten Sie beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf die Energieeffizienzklasse.
  • Beladen Sie Ihre Waschmaschine immer maximal.
  • Zwei Waschgänge mit Spartaste verbrauchen mehr Energie und Wasser als ein Normalprogramm mit voller Trommel.
  • Wählen Sie eine möglichst niedrige Waschtemperatur. Normal verschmutzte Kochwäsche wird auch bei 60°C sauber. Das spart bis zu zehn Prozent Energie. Für gering verschmutzte Wäsche Kurzprogramm wählen.
  • Vorwäsche nur in Ausnahmefällen zuschalten, beispielsweise für stark verschmutzte Arbeitskleidung. Einzelne Flecken lieber vorbehandeln als die Waschtemperatur zu erhöhen oder mehr Waschpulver zu verwenden. Verzichten Sie auf ein Vorwaschprogramm.
  • Geben Sie die gesamte Waschmaschinenfüllung in den Trockner. Zweimal die halbe Menge Wäsche verbraucht etwa 30% mehr Strom.

7. Wäschetrockner

  • Beachten Sie beim Kauf eines neuen Wäschetrockners die Verbrauchswerte und die Energieeffizienzklasse.
  • Achten Sie darauf, dass der Trockner immer voll beladen wird. Geben Sie die ganze Waschmaschinenfüllung in den Trockner. Zweimal die halbe Füllung kostet deutlich mehr Strom.
  • Nehmen Sie Wäsche, die nur bügelfeucht sein muss, vorzeitig heraus.
  • Übertrocknen Sie die Wäsche nicht. Richten Sie sich beim zeitgesteuerten Trockner nach den Zeitangaben in der Gebrauchsanweisung. Damit sparen Sie nicht nur Strom, sondern verhindern auch das Einlaufen und starkes Knittern der Kleidungsstücke.
  • Reinigen Sie nach jedem Trocknungsgang das Flusensieb. Dadurch verhindern Sie zu lange Trocknungszeiten.

8. Dusche, Badewanne und Toilette

  • Besser Duschen als Baden, das spart Energie und Wasser! Ein Vollbad verschlingt rund dreimal so viel Energie und Wasser wie ein sechsminütiges Duschbad.
  • Rüsten Sie Ihre Dusche mit einem Durchfluss-Begrenzer, einem wassersparenden Duschkopf und einem Duschunterbrecher aus.
  • Reparieren Sie undichte Spülvorrichtungen und tropfende Wasserhähne immer sofort.
  • Nutzen Sie die Spartaste Ihrer Toilettenspülung. Oft reichen bereits geringe Wassermengen zum Spülen aus.

9. Lüften

Lüften ist notwendig für eine angenehme Wohnqualität, verbrauchte Luft wird dabei gegen frische, sauerstoffhaltige Luft ausgetauscht. Dauerlüften ist jedoch nicht notwendig, es verschlingt nur unnötige Energie und somit auch Geld.

Tipps für energiesparendes Lüften

  • Mehrmals täglich Stoßlüften
  • Lüftungsdauer sollte je nach Jahreszeit und Nutzung zwischen 5 – 15 Minuten liegen
  • Heizung beim Lüften ausschalten
  • Fenster für einen idealen Luftaustausch ganz öffnen

Immer beliebter werden Lüftungssysteme für den Wohnraum, da sie viele Vorteile bieten

  • Energie- und Kosteneinsparung
  • Schutz der Bausubstanz durch Entfeuchtung
  • Steigerung des Wohnkomforts
  • Beitrag zur Erhaltung Ihrer Gesundheit
  • Filterung der Außenluft auf Schmutz, Staub, Ungeziefer und Pollen
  • Verminderung der Lärmbelästigung
  • Systeme sind sowohl im Neubau einsetzbar, als auch in älteren, sanierten Gebäuden nachträglich installierbar

10. Heizung

Stellen Sie in jedem Raum nur die Temperatur ein, die Sie benötigen. Jedes zusätzliche Grad über 20°C kostet 6% mehr Heizenergie.

Unterschiedlich beheizen: Während der Nachtstunden die Temperatur um 5°C absenken. Bei ein bis zwei Tagen Abwesenheit die Durchschnittstemperatur auf 15°C, bei längerer Abwesenheit auf 12°C einstellen.

In Küche und Bad bedenken: Geräte wie Herd, Kühlschrank und Waschmaschine heizen mit. Heizkörper nicht mit Möbeln oder langen Vorhängen verdecken, denn sonst gelangt die abgegebene Wärme gar nicht erst in den Raum.

Die Heizungsanlage regelmäßig warten lassen: Am besten jährlich vor Beginn der Heizperiode: Der Brennstoffverbrauch wird z.B. durch Ruß im Heizkessel um bis zu 5% erhöht.

Heizkörper entlüften: Wenn der Heizkörper trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird, hat sich vielleicht während der heizfreien Zeit ein Luftpolster gebildet. Hier kann leicht Abhilfe geschaffen werden: Entlüftungsventil am Heizkörper öffnen, Gefäß darunter halten und warten bis Wasser kommt. Entlüftungsventil wieder schließen.

Alternative Heizungssysteme:

Moderne Nachtstromspeicherheizungen stellen eine komfortable und wirtschaftliche Alternative zur Zentralheizung dar.

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