Fischaufstiegshilfen

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten, an ihren Flüssen und Seen ökologische Verbesserungen vorzunehmen. In Österreich wurde dazu ein „Nationaler Gewässerschutzplan“ erarbeitet, der unter anderem den Lech aus ökologischer Sicht als „prioritäres Gewässer“ festlegt. Davon sind zwei Kraftwerksanlagen der Elektrizitätswerke Reutte mit betroffen. Eine Verordnung verpflichtet die EWR, an der Wehranlage Höfen/Ehenbichl und am Kraftwerk Kniepass bis Ende 2015 Fischaufstiegshilfen zu errichten und an diesen Stellen auch Restwasser in die Ausleitungsstrecken abzugeben. Sonst droht der Verlust des Wasserrechtes für die beiden Kraftwerksanlagen.

Fischaufstiegshilfen und Wehranlage Höfen/Ehenbichl 

Für die Wehranlage Höfen/Ehenbichl haben wir das Projekt für die wasserrechtliche Bewilligung bereits eingereicht. Die Ausarbeitung des naturschutzrechtlichen Projekts gestaltet sich jedoch durchaus schwierig. Der Grund: Alle Bauarbeiten und die zu errichtenden Bauteile befinden sich im Natura 2000-Gebiet, das sich mit einem prioritären EU-Lebensraum zum Schutz der Esche und Grauerle überlagert. Für die beanspruchten Flächen müssen die EWR Ausgleichmaßnahmen für die Natur umsetzen.
Neben der Fischaufstiegsanlage errichten wir ein Restwasserkraftwerk. Damit können wir die Erzeugungsverluste, die uns in Zukunft dauerhaft wegen der notwendigen Abgabe von Restwasser in die Ausleitungsstrecke entstehen, etwas kompensieren.
Zudem werden die Wehrfelder auf der Höfener Seite aufgeweitet, so dass sich an diesem Flussabschnitt bei Hochwasser weniger Treibgut ansammeln kann.

Fischschleuse und Restwasserkraftwerk am Kraftwerk Kniepass

Auch am Kraftwerk Kniepass sind eine Fischaufstiegsanlage - auch „Fischschleuse“ oder „Fischlift“ genannt – sowie ein Restwasserkraftwerk geplant.
Aufgrund des engen Platzes und der Höhe der Wehranlage können wir jedoch keinen standardisierten Fischaufstieg errichten. Die technische Lösung soll Anfang Dezember 2014 bei der Behörde zur Genehmigung eingereicht werden.
Gleichzeitig mit der Umsetzung dieser Maßnahmen soll die Wehranlage am Kniepass durch ein drittes Wehrfeld erweitert werden.

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