Brennstoffzellen

Seit 2012 führen die EWR einen Feldversuch mit drei Brennstoffzellen in Reutte durch. Diese produzieren Wärme und Strom aus Erdgas. Die Brennstoffzellen versorgen das Drei-Tannen-Fußballstadion, ein Einfamilienhaus sowie das Probelokal der Musikkapelle Reutte mit umweltschonender Energie. In der neuen Lechhalde in Füssen ist ebenfalls eine Brennstoffzelle vorgesehen.

Energiesparpotenzial mit Wasserstoff

Eine Brennstoffzelle funktioniert im Prinzip wie eine herkömmliche Batterie, die die chemische Reaktionsenergie des zugeführten Brennstoffes und eines Oxidationsmittels in elektrische Energie umwandelt. Bei diesem Prozess werden keine giftigen Chemikalien verwendet. Während beim Einsatz herkömmlicher Batterien Sondermüll anfällt, der aufwändig entsorgt werden muss, entsteht bei Brennstoffzellen sauberes Wasser.

Galileo-Praxistest in Reutte

Im Rahmen des Feldversuchs testen die EWR  das Brennstoffzellen-System „Galileo“ von HEXIS im Praxisbetrieb. Rund um die Uhr werden Daten gesammelt und ausgewertet. Alle zu- und abgehenden Medien werden gezählt und über das Internet an die Zentrale weitergeleitet. Der Versuch ist auf mindestens drei Jahre anberaumt.

Das besondere an der „Galileo“ ist ihr Einsatzbereich. Sie wurde entwickelt, um Ein- und Zweifamilienhäuser mit Strom und Wärme zu versorgen. Sie verwendet Erdgas (Methan) als Brennstoff, das zunächst in Wasserstoff und andere chemische Verbindungen gewandelt wird.

Zentrales Bauteil der oxidkeramischen Brennstoffzelle (SOFC: Solid Oxide Fuel Cell) ist der gasdichte und bei Betriebstemperatur Sauerstoffionen leitende, feste Elektrolyt. An ihn grenzen die beiden porösen Elektroden Anode und Kathode. Die Anode wird von Brenngas durchströmt, die Kathode von Luft. Das entstehende Sauerstoff-Konzentrationsgefälle zwischen den Elektroden treibt die Sauerstoffionen durch den Elektrolyt und erzeugt so eine elektrische Spannung. Wird der Stromkreis nun durch einen externen elektrischen Leiter geschlossen, fließen die Elektronen und können als elektrische Energie genutzt werden. In Galileo ist zudem ein Zusatzbrenner eingebaut, der die restliche Wärme für die Versorgung eines Gebäudes liefert. (Quelle: HEXIS)

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