Wasser

Um der Bevölkerung der Marktgemeinde Reutte Trinkwasser in ausreichender Menge und höchster Qualität jederzeit zur Verfügung stellen zu können, wird die Wasserversorgung laufend verbessert und ausgebaut. Die Hochquelle Lähn deckt den Wasserbedarf zu 80 Prozent ab, die restlichen 20 Prozent liefert das Pumpwerk Lüss. Als zusätzlicher Wasserspender steht die Tiefquelle Lähn zur Verfügung, die aber auf Grund der hohen Wasserhärte nur in Notfällen eingeleitet wird.

Trotz der hervorragenden Qualität des österreichischen Trinkwassers bevorzugen viele Konsumenten abgefülltes Wasser. Schattenseiten der in Flaschen abgefüllten Wässer sind Umweltbelastungen durch Verpackung, Transport und Kühlung. Nicht zuletzt sollte der Kostenfaktor zu denken geben: Wasser in Flaschen ist etwa um 100 bis 500 Mal teurer als österreichisches Leitungswasser!

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Trinkwasser – das preiswerteste Lebensmittel

Der durchschnittliche Wasserpreis liegt in Österreich derzeit bei rund 1 Euro pro 1.000 Liter. Ein Liter Trinkwasser, auch ins oberste Stockwerk frei Haus geliefert, kostet demnach nur 0,1 Cent. Der Preis für unser Wasser resultiert zum Großteil aus den Investitionen, der Wartung und Instandhaltung der Anlagen, der Wassergewinnung, dem Energieverbrauch für die Anlagen und den Aufwendungen für das Betriebspersonal.

Gewinnung

Wasser-Gewinnung: Tiefquelle
Wasser-Gewinnung: Pumpwerk Lüss

Quellen und Brunnen

Hochquelle

Die Hochquelle Lähn wurde 1911 erschlossen und liefert seitdem Trinkwasser in höchster Qualität. Mit einer jahresabhängigen Schüttung von 16 bis 30 Liter pro Sekunde deckt sie ca. 90% des Wasserbedarfes von Reutte ab. Die Hochquelle besteht aus zwei Quellästen. Die Hauptquelle ist in einem begehbaren betonierten Stollen gefasst. Das Wasser der Hochquelle ist mit einer Härte von 13°dH als mittelhart zu bezeichnen. 2010 wurde die Quellstube komplett saniert.

Tiefquelle

Das Wasser der Tiefquelle wird direkt über eine Sickerleitung gefasst. Die Tiefquelle wurde 1929 erschlossen und liefert seitdem einwandfreies Trinkwasser. Die Schüttung liegt jahresabhängig zwischen 18 und 30 Liter pro Sekunde. Das Wasser der Tiefquelle hat Mineralwasserqualität, es wird aber auf Grund der hohen Härte von 27°dH nur in Ausnahmefällen in das Leitungsnetz eingespeist. Im Jahr 2006 erfolgte eine komplette Sanierung mit Neufassung.

Pumpwerk Lüss

Das Pumpwerk Lüss wurde 1957 gebaut und fördert über zwei Grundwasserbrunnen hervorragendes Trinkwasser aus einer Tiefe von bis zu 47 Metern an die Oberfläche. Nach mehreren Erweiterungen und Modernisierungen liefern 4 drehzahlgeregelte Pumpen bis zu 40 Liter/Sekunde. Dadurch könnte der gesamte Wasserbedarf von Reutte abgedeckt werden. Die Wasserhärte beträgt 11°dH. Derzeit liefert das Pumpwerk Lüss ca. 10% des Wasserbedarfs von Reutte.

Schutzgebiete

Schutzgebiete sind unverzichtbar, um Quell- und Grundwässer vor nachteiligen Einwirkungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu schützen. Die wasserrechtlich genehmigten Schutzgebiete sind in Zonen I, II und III unterteilt. Die Zone I umfasst den direkten Fassungsbereich der Brunnen und Quellen, während die Zone II den fassungsnahen Bereich vor kurzfristig wirkenden Verunreinigungen schützt. Die Zone III schützt weitestgehend den gesamten Wassereinzugsbereich vor längerfristigen Verunreinigungen. Speziell die Bevölkerung ist dazu aufgerufen, alles für den Grundwasserschutz zu unternehmen, damit uns allen auch zukünftig einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht

Speicherung

Hochbehälter Lähn

Hochbehälter sind notwendig, um den unterschiedlich hohen Wasserbedarf während eines Tages auszugleichen. Der Hochbehälter Lähn wurde 1977 gebaut und besteht aus zwei Wasserkammern. In ihm wird das Wasser gespeichert und über das Verteilnetz dem Endverbraucher geliefert. Der Hochbehälter hat ein Fassungsvermögen von 2 Millionen Liter Wasser, dadurch kann die Bevölkerung von Reutte ca. 1,5 Tage versorgt werden.

Verteilung

Übergabestation

Wasserleitungsnetz

Das Wasser wird über das Wasserleitungsnetz mit einer Leitungslänge von ca. 80 km zum Endverbraucher geliefert. Der Leitungsdruck beträgt zwischen 6,5 und 7,5 bar. Am Wasserleitungsnetz sind ca. 1500 Hausanschlüsse angeschlossen. Der Wasserbedarf von Reutte beträgt pro Jahr 480.000 m³, das entspricht einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 1.315 m³, und einem Pro-Kopf-Verbrauch von 212 Liter pro Tag und Einwohner.

Um den steigenden Bedarf von Trinkwasser und Löschwasser in Reutte abdecken zu können, sind jährliche Erweiterungen, Verstärkungen und Erneuerungen im Versorgungsnetz notwendig. Über Verbindungleitungen können in Notfällen die Nachbargemeinden Breitenwang, Lechaschau, Pflach und Ehenbichl mit Trinkwasser versorgt werden.

Überwachung

Zentrale Warte

Die Anlagen der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung werden vom Personal der Zentralen Warte Tag und Nacht überwacht und gesteuert. Diensthabende Techniker kümmern sich um Störungen in der Ver- und Entsorgung und tragen dazu bei, dass der Bevölkerung ständig kostbares Trinkwasser in höchster Qualität zur Verfügung steht.

Kontrolle

Qualitätskontrolle

Qualitätskontrolle

Durch zahlreiche Trinkwasserbeprobungen im Jahr wird die einwandfreie Qualität des Reuttener Trinkwassers garantiert. Unser Trinkwasser ist auch hervorragend für die Zubereitung von Babynahrung geeignet.

Laufende Schulungen und Weiterbildungen unserer Mitarbeiter tragen nachweislich dazu bei, dass die Trinkwasserversorgung der Marktgemeinde Reutte heute und für zukünftige Generationen abgesichert ist.

Trinkwasser – das preiswerteste Lebensmittel

Trotz der hervorragenden Qualität des österreichischen Trinkwassers bevorzugen eine Reihe von KonsumentInnen abgefülltes Wasser. Schattenseiten der in Flaschen abgefüllten Wässer sind Umweltbelastungen durch Verpackung, Transport und Kühlung. Nicht zuletzt sollte der Kostenfaktor den KonsumentInnen zu denken geben: Wasser in Flaschen ist beispielsweise um 100 bis 500 Mal teurer als österreichisches Leitungswasser.

Der durchschnittliche Wasserpreis liegt in Österreich derzeit bei rund 1 Euro pro 1000 Liter. Ein Liter Trinkwasser, auch in das oberste Stockwerk frei Haus geliefert, kostet demnach nur 0,1 Cent.

So kommt der Wasser- und Abwasserpreis zustande

Der Preis für unser Wasser resultiert zum Großteil aus den Investitionen, der Wartung und Instandhaltung der Anlagen, der Wassergewinnung, dem Energieverbrauch für die Anlagen und den Aufwendungen für das Betriebspersonal.

Der Preis für das Abwasser resultiert ebenfalls zum Großteil aus den Investitionen, der Wartung und Instandhaltung, dem Energieverbrauch der Anlagen, der Abwasserreinigung und den Aufwendungen für das Betriebspersonal.

Aufgrund der regionalen Unterschiede wie Rohrnetzlänge, Anschlussdichte, topographische Gegebenheiten, Anlagenalter usw. ist ein einheitlicher Wasserpreis in Österreich nicht möglich.

Ansprechpartner

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